Die Bereitschaft mich überraschen zu lassen

Ich besuche eine Weiterbildung. In der Runde sitzt eine Teilnehmerin, die ich bereits bei früheren Seminaren wahrgenommen habe, mit der ich allerdings noch nicht in Kontakt gekommen bin. In der Pause frage ich sie - mit deutlicher Verunsicherung meinerseits -, ob sie Interesse hätte, bei Gelegenheit eine Übung mit mir zu machen. Ihre Reaktion erfolgt prompt: sie freut sich und sagt zu. In den folgenden Stunden lerne ich von ihr und sie von mir.

Staunend fahre ich nach Hause: wieviel Neues konnte ich erfahren, was für einer spannenden Frau durfte ich begegnen, weil ich es gewagt habe, mich überraschen zu lassen. Ich bin nicht bei meinem ersten Bild und meinen Vertrautheitsansprüchen stehen geblieben. Danke, Elisabeth ;-)

Wäre es nicht lohnend, 1 x wöchentlich auf eine Person (eine Mitarbeiterin, einen Kollegen, eine Kundin, einen Bewerber o.ä.) zuzugehen, die mich nicht aufs Erste anspricht und mich überraschen zu lassen, was sie mir möglicherweise zu sagen hat? Wer gräbt schon 10 x an der selben Stelle nach einem Schatz ...

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